Pauschalpreis oder Einheitspreis – was ist besser? Pauschalpreis bedeutet: Auftraggeber zahlt einen vereinbarten Festbetrag, unabhängig vom tatsächlichen Aufwand – Planungssicherheit, aber meist mit Risiko-Aufschlag (5–15 %). Einheitspreis (EP-Vertrag) bedeutet: jede Position wird zu einem fixen Preis je Mengen-Einheit abgerechnet (€/m², €/lfm, €/Stk) – transparent, aber das Mengenrisiko trägt der Auftraggeber. In Österreich ist der Einheitspreis-Vertrag laut ÖNORM B 2110 Standard bei Bauleistungen, der Pauschalpreis-Vertrag dominiert bei Kleingewerken (Küche, Bad, Fenstertausch). Faustregel: Pauschal bei klar definierten Werken, EP bei variablen Mengen. Detail-Definitionen findest du in den Einzelbegriffen „Pauschalpreis" und „Einheitspreis".
Warum ist das wichtig? Pauschalpreis vs. Einheitspreis kann in Handwerkerangeboten versteckt sein und die Gesamtkosten erheblich beeinflussen. Ein klares Verständnis hilft dir, Angebote zu vergleichen und zu verhandeln.Angebot prüfen lassen →
Praxisbeispiel:
Materialaufschlag bei Handwerkern: Typischerweise 25–35% auf den Einkaufspreis. Bei einem Materialwert von 5.000 € bedeutet das einen Aufschlag von 1.250–1.750 €.