Trockenbau-Wände bestehen aus Metall-Ständerwerk (CW/UW-Profile 50/75/100 mm) mit beidseitiger Beplankung aus Gipskarton-Platten (GKB, GKF feuerhemmend, GKBI imprägniert für Feuchträume). AT-Preise 2026 inkl. Material + Montage + Q3-Spachtelung: einfache GKB 35–45 €/m², GKF brandhemmend 50–65 €/m², GKBI Feuchtraum (Bad) 55–75 €/m², Wand mit zusätzlicher Schallschutz-Dämmung 60–85 €/m². Vorteil gegen Massivwand: schneller Aufbau (1 Tag Wand statt 1 Woche), gut für nachträgliche Raumteilung, leicht (kein zusätzliches Fundament nötig), Installationen integrierbar. Nachteil: Schallschutz schwächer (35–50 dB vs Vollziegel 55–60), keine Tragfähigkeit für schwere Lasten (max. 15 kg/m mit Spezialdübel). ÖNORM B 3415 regelt Brandschutz. Für Bad: GKBI nicht reicht — zusätzlich Flüssigabdichtung unter den Fliesen. Häufigster Mangel: Spachtelqualität Q2 statt Q3 verkauft (Sichtbar bei Streiflicht — beim Abnahme-Termin mit Taschenlampe schräg leuchten).
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Praxisbeispiel:
Materialaufschlag bei Handwerkern: Typischerweise 25–35% auf den Einkaufspreis. Bei einem Materialwert von 5.000 € bedeutet das einen Aufschlag von 1.250–1.750 €.