Die kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) tauscht permanent Frischluft gegen Abluft via Ventilatoren — bei modernen Anlagen mit Wärmerückgewinnung (WRG 80–92 %) wird die Wärme der Abluft an die Zuluft übertragen. Bei Passivhaus zwingend (klimaaktiv-Goldstandard). Vorteile: kein manuelles Lüften nötig, gleichbleibend frische Luft, Pollenfilter für Allergiker (F7-Klasse), Energie-Ersparnis (kein Verlust durch Fenster-Lüften). Typen: (1) Zentrale KWL mit Erdwärmetauscher (Vor-Erwärmung im Winter) — EFH 8.000–15.000 €, (2) Dezentrale Einzelraumlüfter mit Keramik-WRG — 800–1.500 €/Stück (4–6 Stück nötig), (3) Lüftungsanlage mit Sole-EWT für reines Passivhaus — 12.000–20.000 €. Wartung: Filtertausch alle 6 Monate (40–80 €), Reinigung der Kanäle alle 5–8 Jahre (300–600 €). Förderbar via Sanierungsbonus + klimaaktiv. Kritisch: Auslegung muss von Fachplaner (nicht Verkäufer!) gemacht werden, Volumenstrom nach ÖNORM H 6038 berechnen — falsche Auslegung führt zu Trockenheit, Geräuschen, Effizienzverlust.
Warum ist das wichtig? Kontrollierte Wohnraumlüftung kann in Handwerkerangeboten versteckt sein und die Gesamtkosten erheblich beeinflussen. Ein klares Verständnis hilft dir, Angebote zu vergleichen und zu verhandeln.Angebot prüfen lassen →
Praxisbeispiel:
Materialaufschlag bei Handwerkern: Typischerweise 25–35% auf den Einkaufspreis. Bei einem Materialwert von 5.000 € bedeutet das einen Aufschlag von 1.250–1.750 €.